Ortsgespräch: Talbrücke, Hochwasserschutz und „Historischer Dorfpfad“ waren Themen

Haiger-Sechshelden Trotz der Sommerpause waren dieser Tage Vertreter des CDU-Stadtverbandes Haiger, der CDU Fraktion sowie des CDU-Ortsverbandes Haiger in Sechshelden, um mit den Bürgern über die derzeit hochaktuellen Themen „Verlegung der Talbrücke“ bzw. „Hochwasserschutz“ ins Gespräch zu kommen. Aufgrund der Wichtigkeit war zudem der heimische Landtagsabgeordnete Clemens Reif (CDU) vor Ort, der zugleich Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr im Hessischen Landtag ist. Vor dem Austausch im DGH wurden die Christdemokraten vom örtlichen Verwaltungsbeauftragten Erwin Klein auf dem „Historischen Dorfpfad“ geführt. Dieser umfasst dreißig Stationen, darunter u.a. die ehemalige Bleichwiese, das Scheunenviertel oder das Heimatmuseum. Im Anschluss fand ein reger Austausch über die derzeitige Sanierung der Sechsheldener Talbrücke sowie einer möglichen neuen Trassenführung statt. Die anwesenden Bürger haben dabei auf die hohe Lärmbelästigung und die mit dem starken Verkehr verbundene Feinstaubbelastung aufmerksam gemacht. Von einstmals 20.000 prognostizierten Fahrzeugbewegungen ist man heute bei 70.000 inklusive 20.000 LKW-Bewegungen angelangt. Da die Talbrücke derzeit für rund 16. Mio. € instand gesetzt wird und laut des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung ab 2017 abgerissen und neu gebaut werden soll, hofft die Bevölkerung bei entsprechenden Protest auf eine mögliche Verlagerung der „Störquelle“. Dass dies ein zeitaufwändiges und schwieriges Unterfangen ist, machte Clemens Reif in seinen fundierten Ausführungen deutlich. Der CDU-Mann begrüßte es in diesem Zusammenhang außerordentlich, dass sich Teile der Sechsheldener Bevölkerung am 16.08. zu einer Bürgerinitiative bzw. einem Bürgerverein zusammen tun will. „Nur wer heute Argumente sammelt und sich wehrt, kann auf lange Frist etwas erreichen“ so der CDU Landtagsabgeordnete aus Herborn. Reif versprach zudem, den zuständigen Staatssekretär aus dem Wiesbadener Ministerium nach Sechshelden zu holen. Im Rahmen des Austausches waren sich Bürger und CDU einig, dass man bereits jetzt mit einer Parallelplanung (Verlegung der Talbrücke) zum in acht Jahren geplanten Abriss der Talbrücke beginne müsse. Der Vorsitzende des Haigerer Haupt- und Finanzausschusses, Andreas Schneider, äußerte sein Unverständnis darüber, dass die Brücke jetzt für teures Geld saniert und dann in absehbarer Zeit abgerissen werden soll. Dieser Sachverhalt ist für die Haigerer CDU aber zugleich mit der Hoffnung verbunden, dass die Talbrücke länger als geplant befahren werden kann und sich die Chancen bei einer jetzt beginnenden Parallelplanung erhöhen könnten. „Die CDU Haiger steht dabei geschlossen hinter der Sechsheldener Bevölkerung“, so der CDU Fraktionsvorsitzende Helmut Schneider. In Sachen Hochwasserschutz kritisierte Haigers CDU-Vorsitzender Sebastian Pulfrich den Haigerer Bürgermeister Dr. Gerhard Zoubek (SPD). Dieser beschuldigte in einem vor ein paar Wochen veröffentlichten Artikel, dass das Land Hessen nichts für den Hochwasserschutz in Sechshelden getan habe. Dass dies so nicht stimmt, führte Clemens Reif aus. Haigers Stadtrat Heinz Gerhard teilte in diesem Zusammenhang mit, dass der Magistrat der Stadt Haiger Gelder für ein Gutachten bereit gestellt hat, welches die Verbesserungsmaßnahmen im Bereich des Hochwasserschutzes in Sechshelden aufzeigen soll. „Die Haigerer CDU ist die kommunale Kraft in Haiger, die durch ihre Vernetzungen auf Landes- und Bundesebene der beste Ansprechpartner vor Ort ist“, so Haigers CDU-Chef Sebastian Pulfrich abschließend.
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Pulfrich: „An diesem Steckenabschnitt besteht seit Jahren dringender Handlungsbedarf!“

Haiger Der letzte Winter war hart und die Folgeschäden für alle Verkehrsteilnehmer sind überall spürbar: Straßenlöcher und rissiger Asphalt wohin das Auge schaut. Dies veranlasste das Amt für Straßen und Verkehrswesen (ASV) dieser Tage dazu, die L 3044 zwischen Rodenbach und Haiger ab Höhe „Haigertalbrücke“ bis zur Einmündung des Kreisels (Abzweig Allendorf) beidseitig für Kradfahrer zu sperren. Alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen im überwiegenden Teil des Streckenabschnittes eine Verkehrsberuhigung von 60 km/h auf 30 km/h in kauf nehmen. Die getroffenen Maßnahmen sind für die Haigerer CDU kaum nachzuvollziehen. Seit Jahren ist bekannt, dass die Straße vor allem in diesem Teilbereich durch den massiven LKW-Verkehr und den Witterungsbedingungen beeinträchtigt ist und nichts hat sich getan. „An diesem Steckenabschnitt besteht seit Jahren dringender Handlungsbedarf!“, so Haigers CDU-Vorsitzende Sebastian Pulfrich. Hauptkritikpunkt der Christdemokraten ist vor allem die Sperrung für die Kradfahrer. Alle aus dem Dill- und Roßbachtal, die mit Motorrad, Roller oder Moppet nach Haiger auf die Arbeit fahren wollen und kein Auto haben, müssen nun unnötige Umwege mit einplanen. Gerade junge Leute, die häufig Berufsanfänger sind, seien davon betroffen, da der öffentliche Personen-Nahverkehr oft nicht die gewünschten Abfahrzeiten bedienen kann. Haigers CDU-Chef plädiert dafür, die Sperrung sofort aufzuheben und für alle tragbaren Alternativen zu suchen. Eine Möglichkeit wäre, dass die Kradfahrer den betroffenen Streckenabschnitt ebenfalls mit der derzeitigen Geschwindigkeitsbegrenzung befahren dürfen. Zusätzlich wäre zudem noch ein generelles Überholverbot sinnvoll, damit die betroffenen Zweiradfahrer nicht in Gefahr gebracht werden. „Da es sich bei der Straße um eine Landstraße handelt, werden wir die Problematik nach Wiesbaden weitergeben“, verspricht Pulfrich.

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Der nächste Großeinsatz in der Gemarkung Weidelbach ist nur eine Frage der Zeit

Haiger-Weidelbach Auf Initiative des CDU-Stadtverordneten und Weidelbacher Feuerwehrmanns Hans Joachim Siebel trafen sich am vergangen Wochenende Vertreter des CDU-Ortsverbandes „Oberes Dill- und Roßbachtal“ am „Weitefeld“ in der Gemarkung Weidelbach. Ebenfalls anwesend waren der stellvertretende Wehrführer der Weidelbacher Wehr, Peter Krenzer, sowie der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Sebastian Pulfrich. Hans Joachim Siebel berichtete bei dem Ortstermin von den bisher zwei Einsätzen der Haigerer Ortsteilwehr am „Weitefeld“. „Besonders in Erinnerung ist vielen dabei noch der Großeinsatz vom 31.07.2009, an dem mehr als hundert Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Haiger, Dillenburg und Eschenburg zum Teil über drei Tage beschäftigt waren“, weiß Siebel. Vor rund drei Wochen stand nun erneut eine Restholzhalde in der Gemarkung Weidelbach in Flammen. „Dies hätte verhindert werden können“ ist sich Heinz Gerhardt sicher. Der CDU-Stadtrat hatte bereits vor drei Monaten im Rahmen einer Magistratssitzung im Rathaus auf das Problem hingewiesen. Das zu hohen Bergen aufgetürmte Ast-, Splitter- und Wurzelholz hätten schon längst in einem speziellen Heizkraftwerk eines großen Energiekonzerns verwertet sein sollen., Aber auch dreieinhalb Jahre nach „Kyrill“ ist es immer noch in Weidelbach deponiert. In der längsten Halde liegen auf einer Grundfläche von durchschnittlich 5 Metern, einer Höhe von 4 Metern und einer Länge von deutlich mehr als 50 Metern alleine rund 1.000 Kubikmeter Restholz. Durch den Einfluss von Wind und Sonne hat das Holz kaum noch Kernfeuchte und wie die Brände gezeigt haben, reichen schon wenige trockene Tage aus, um ein enormes Brandpotenzial entstehen lassen. „Nach den Bränden in Weidelbach und der angrenzenden Gemarkung muss man spätestens jetzt davon ausgehen, dass diese konzentrierte Masse an Holz für einen „Feuerteufel“ eine unwiderstehliche Einladung darstellt“ so Hans Jochim Siebel. Peter Krenzer von der örtlichen Feuerwehr bestätigte bei dem Ortstermin noch einmal das Anliegen der Freiwilligen Feuerwehr Weidelbach, dass das Holz schnellstmöglich abgeholt und der vorgesehenen Verwendung zugeführt werden sollte. Der Haigerer CDU-Chef Sebastian Pulfrich sowie der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes „Oberes Dill- und Roßbachtal“, Karl-Heinz Schüler, sicherten der Weidelbacher Wehr ihre Unterstützung zu. „Es kann nicht sein, dass sich unsere Feuerwehrleute völlig unnötig in Gefahr begeben müssen! Hinzu kommt der hohe materielle und finanzielle Aufwand eines jeden Einsatzes“, so die beiden Christdemokraten. Nach dem Treffen waren sich alle Anwesenden einig: Jetzt ist die Stadt gefordert, Druck auf den gewerblichen Aufbereiter, dem das „Energieholz“ schon seit Jahren gehört, auszuüben. Die Halden in der Weidelbacher Gemarkung „Weitefeld“ müssen schnellstens verschwinden!

 

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