Pulfrich mahnt Quote in der EU an 14.01.2017

16. Januar 2017

NEUJAHRSEMPFANG Sibylle Pfeifer besorgt wegen der zunehmenden Schlepperkriminalität

 Nachdem Steffen Runzheimer und Miriam Abel-Zapf den Empfang musikalisch eröffnet hatten, freute sich Stadtverbandsvorsitzender Sebastian Pulfrich über den Besuch der CDU-Bundestagsabgeordneten Sibylle Pfeifer, die nach 16-jähriger Tätigkeit 2017 ihr politisches Mandat in Berlin aufgibt. Ihr Fazit über ihre Tätigkeit im Bundestag: „Es war eine tolle Zeit, die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht.“

Der Landtagsabgeordnete Clemens Reif war ebenso vertreten wie viele CDU-Kommunalpolitiker aus verschiedenen Legislaturperioden. „Wir sind bei unseren Neujahrsempfängen immer bemüht, aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Geschichte und Religion aufzugreifen und in Gesprächen an den Tischen zu vertiefen“, so Pulfrich.

Beim diesjährigen Thema, die „wirkungsvolle Bekämpfung von Fluchtursachen“, erinnerte der stellvertretende Bürgermeister an die überkonfessionelle Flüchtlingsarbeit in Haiger sowie an die beiden Gegendemonstrationen bei rechten Aufmärschen in der Stadt und stellte fest: „Deutschland muss seiner humanitären Verantwortung nachkommen, ohne sich selbst aufzugeben. Aus meiner Sicht ist wichtig, dass eine verbindliche Quote in allen EU-Ländern eingeführt wird.“

„Je mehr Rettungsschiffe im Mittelmeer, desto größer der Ertrag für die Schlepper“

Sorgen bereitet dem Stadtverbandsvorsitzenden, dass durch die nicht immer sauber kommunizierte und transparente Flüchtlingspolitik vielerorts eine pessimistische Stimmung einzieht. „Man darf Kritik äußern und Missstände aufzeigen, sollte sich aber nicht von einer grundsätzlich negativen Stimmung mitreißen lassen. Unsere Heimat ist ein wunderbares Land, nirgends sind die Zahlen auf dem Arbeitsmarkt und beim Wirtschaftswachstum so gut wie in Deutschland. Die Bürger fühlen sich weitestgehend wohl und darauf sollte man aufbauen“, führte Pulfrich weiter aus. „Wir sind in Haiger und seinen Stadtteilen“, so der CDU-Chef, „gut aufgestellt und motiviert. Unser Motto der vergangenen Kommunalwahl ‚Neues wagen – Heimat bewahren‘ ist Leitbild unseres Handelns.“

Bei ihrem Referat über die „Bekämpfung von Fluchtursachen“ berichtete die entwicklungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion von weltweit 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Davon seien, so Sibylle Pfeifer, rund 1,5 Millionen in Deutschland sowie über vier Millionen im Libanon, Jordanien und zum Großteil in der Türkei. Viele Flüchtlingslager seien unterfinanziert, Wasser wäre oft knapp und die Essensrationen würden halbiert.

„Die Medienlandschaft hat dazu beigetragen, dass sogar in Afrika bekannt ist, dass es bei uns in Deutschland so schön ist.“ Viele Flüchtlinge hätten sich deshalb auf den Weg nach Deutschland gemacht. Sibylle Pfeifer ist besorgt wegen der zunehmenden Schlepperkriminalität: „Je mehr Rettungsschiffe im Mittelmeer, desto größer der Ertrag für die Schlepper.“ Diese würden Flüchtlingsboote mit zu wenig Treibstoff losschicken und zeitgleich Italien zum Einsatz der Rettungsschiffe anrufen.

„Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel ist eine wichtige Akteurin bei den Flüchtlingsproblemen der aufnehmenden Länder, besonders Griechenland und Italien bereiten uns oft Sorgen“, sagte die Bundestagsabgeordnete und sprach sich dafür aus, die rückkehrwilligen Flüchtlinge finanziell so zu unterstützen, dass sie in ihrer Heimat Perspektiven haben.

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