Die Schule der Zukunft! - CDU Stadtverband Haiger

Hans-Jürgen Irmer diskutierte mit Bürgern in Haiger […]

Weiterlesen

Auf Einladung des CDU-Stadtverbandes Haiger sprach der Landtagsabgeordnete und Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion des Hessischen Landtages, Hans-Jürgen Irmer, zur Schulpolitik in Hessen.
Hans-Jürgen Irmer machte bereits zu Beginn seiner Ausführungen deutlich, dass er mit ca. 20 aktiven Schuldienst – Jahren kein Theoretiker ist, sondern sehr genau weiß, wo die „Schuhe drücken“.
In den letzten zwei Legislaturperioden wurden unter der Verantwortung der CDU über 3000 Lehrer eingestellt und die Zahl der Referendare auf 6000 angehoben. In den nächsten Jahren ist mit einer sehr großen Zahl von Ruheständlern zu rechnen.

Diese Tatsache zeigt, dass auch in der Zukunft in Hessen junge und engagierte Lehrer ihre Chance bekommen werden. Es werden immer noch Lehrer mit z. B. dem Fach Latein gesucht. Nicht alle Fächer, vor allem die Naturwissenschaften, werden heute an den Universitäten genügend belegt. An den Berufsschulen benötigt man noch Pädagogen in den technischen Fächern. Hier ist auch eine Chance für Quereinsteiger aus der Industrie zu sehen, die dann gleichzeitig auch aus der Praxis berichten könnten.
Der hohe Unterrichtsausfall konnte durch die CDU – Aktion „Unterrichtsgarantie plus“ nahezu gegen Null gefahren werden. Dies hat seinen Preis: Wurden unter der SPD – Regierung 5,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, so sind es heute mit 52 Millionen Euro fast zehnmal soviel. Der Bildungsetat im Jahre 2008 ist um 700 Millionen Euro höher als noch in 1999.
Zum Thema Ganztagsschule macht Irmer klar, dass die Angebote auf freiwilliger Basis erweitert werden sollen, eine verpflichtende Ganztagesschule wie die SPD fordere, lehne er aber ab.
Irmer thematisierte auch die enge Verzahnung von Grundschulen und Kindergärten. Besonders kleinere Kinder hätten eine sehr hohe Lernbereitschaft, was kindgerecht genutzt werden müsste. Dazu sei jedoch eine Fortbildung der Erzieherinnen und Erzieher unumgänglich. Bereits jetzt sei die Bereitschaft von Mitarbeitern von Kindergärten und Tagesstätten, sich durch Weiterbildung besser zu qualifizieren erfreulich groß.
Positiv bewerteten viele Gäste den abgewandelten Hauptschulunterricht. Seit drei Jahren können Hauptschüler an zwei Tagen der Woche ein langfristiges Praktikum in einem Unternehmen absolvieren und an den restlichen drei Tagen den normalen Unterricht besuchen. Dadurch sei es bereits vielen jungen Menschen gelungen den Start in das Berufsleben ohne Stolperstufen zu erreichen. Auch Unternehmen würden diese Form des „Kennenlernens“ zunehmend fördern.
In seinem weiteren Ausblick nannte Irmer die stetige Verbesserung der Lehrerausbildung als eines der wichtigsten Ziele der CDU. Nur dadurch sei die erreichte Qualität zu erhalten bzw. konsequenterweise zu verbessern. Angehende Lehrer sollen nicht nur ihren Job machen, sondern ihren Beruf auch als ein Stück „Berufung“ sehen.
Im Anschluss an das Referat konnten die Gäste noch sehr ausführlich mit Hans-Jürgen Irmer diskutieren, da er seine Ausführungen zwar umfassend aber dennoch kurz hielt. Das Reizthema G8 kam in Haiger erst sehr spät zur Sprache. Am Abend vorher hatte die Haigerer Johann-Textor- Schule beschlossen wieder zur G9 zurück zu kehren, somit war für viele an diesem Abend dieses Thema plötzlich nur noch „zweitrangig. Nachdem nahezu alle Fragen beantwortet waren, bedankte sich der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Helmut Schneider bei Hans –Jürgen Irmer und seinen Gästen für die engagierte und disziplinierte Diskussion.

Schreibe einen Kommentar