Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer (CDU) sichert "MUT" ihre Unterstützung zu - CDU Stadtverband Haiger

Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer (CDU): „Es ist unglaublich, was hier in Sechshelden los ist!“

Bürgerinitiative „MUT“ lässt sich nicht entmutigen – Pulfrich (CDU): „Wir bleiben am Ball“
Haiger-Sechshelden Die heimische Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer (CDU) aus Wetzlar war dieser Tage zu Gast bei der Bürgerinitiative „MUT“ (Menschen unter der Talbrücke) in Sechshelden. Ebenfalls anwesend war Haigers CDU Chef Sebastian Pulfrich, der den Termin organisiert hat. Nach einleitenden Worten vom Vorsitzenden der Bürgerinitiative, Rainer Buhl, fand anschließend ein knapp zweistündiger Austausch, mit Ortsbesichtigungen, statt. Sibylle Pfeiffer brachte dabei ihr Unverständnis „über das riesen Brückenbauwerk“ zum Ausdruck. „Es ist unglaublich, was hier in Sechshelden los ist“, so Pfeiffer weiter. Der MUT-Vorstand berichtete im Rahmen des Austausches von einem Treffen im Berliner Verkehrsministerium. Dort habe der zuständige Staatssekretär Jan Mücke (FDP) der Sechsheldener Delegation unter Beisein von mehreren Bundestagsabgeordneten versprochen, dass die notwendigen Kosten für eine Machbarkeitsstudie vom Bund übernommen werden. Die Studie ist notwendig, um in den Verkehrswegeplan aufgenommen zu werden. Passiert dies nicht, ist eine Trassenverlegung der A45 ausgeschlossen. Bei einer kürzlich stattgefundenen Zusammenkunft im „ASV“ (Amt für Straßen und Verkehrswesen) in Dillenburg wollte man von dem Versprechen Mückes allerdings nichts mehr wissen. Dort hieß es, dass die Kosten für die Machbarkeitsstudie komplett von der Kommune Haiger übernommen werden müssen. Aufgrund dieses Sachverhalts warf Vorstandsmitglied Klaus Best bei dem Treffen mit Sibylle Pfeiffer die Frage in den Raum, „ob man der Politik bei einem solchen Wortbruch überhaupt noch glauben kann“. Best verärgert: „Das Berliner Protokoll stimmt nicht!“. Bedingt durch diese Neuentwicklung hat die Bürgerinitiative noch einmal alle am Gespräch beteiligten Bundestagsabgeordneten angeschrieben, um sie über diesen Missstand zu informieren. Sibylle Pfeiffer versprach, sich sowohl mit dem Leiter des ASV Dillenburg, Eugen Reichwein, als auch mit Staatssekretär Mücke in Verbindung zu setzen. „Da werde ich Herrn Mücke wohl erinnern müssen“, so Pfeiffer. Sebastian Pulfrich teilte in diesem Zusammenhang mit, dass seine Fraktion zusammen mit der FDP einen Antrag in die nächste Parlamentssitzung einbringen wird, der zum Ziel hat, die Kosten für die wichtige Studie zu ermitteln. „Nach der Zusage von Staatssekretär Mücke darf sich der Bund jetzt nicht aus der Verantwortung stehlen. Die Kostenermittlung durch die Stadt ist aber dennoch wichtig, um gegebenenfalls auf dieser Grundlage im Haigerer Parlament abstimmen zu können, falls keine anderen öffentlichen Gelder fließen“, begründete Haigers CDU Vorsitzender diesen Schritt. In Bezug auf mögliche Alternativtrassen berichtetet Frank Benner von der Bürgerinitiative, dass man dabei auch die FFH-Gebiete (Flora, Fauna und Habitat) berücksichtig habe und Regierungspräsident Lars Witteck (CDU) diese Lösungswege für möglich hält. „Im Rahmen des Brücken-Neubaus, der rund 120 Millionen Euro kosten wird, sollte man nicht den gleichen Fehler der Trassenführung ein zweites Mal machen“, forderte Frank Benner. Das Vorstandsmitglied betonte, dass bei einer Verlegung der Brücke auch die Bewohner des „Galgenberges“ und der „Löhren“ in Dillenburg positive Synergieeffekte hätten. „Der Neubau der Brücke an anderer Stelle, bei gleichzeitiger Weiternutzung des jetzigen Streckenverlaufs hätte zudem den Vorteil, dass Haiger von einem jahrelangen Verkehrschaos, wie es in den vergangenen Wochen für alle spürbar war, verschont bleibt“, ist sich Rainer Buhl sicher. „Sollte der Trassenneubau an alter Stelle verlaufen, sehen wir uns weiter Lärm, Feinstaub und, bedingt durch den geplanten 6-spurigen Ausbau, einem verstärkten Schattenwurf ausgesetzt“, fassten die Mitglieder der Bürgerinitiative noch einmal zusammen. Am Ende des Gesprächs mit dem Gast aus Wetzlar besichtige die Gruppe noch einmal die Stelle an der Bahnstrecke Gießen – Siegen, an der nachts um halb zwei ein 30 Tonnen schwerer Betonklotz heruntergefallen war. Sibylle Pfeiffer zeigte sich entsetzt darüber und betonte, dass so ein Bauwerk über das Dorf eine Bedrohung für Leib und Leben sei. Wie sie erfuhr, ist der Grund des Unglücks immer noch unklar. Nach einer konstruktiven Zusammenkunft sicherte Sebastian Pulfrich zu, weiter am Ball zu bleiben, um die Belange der Sechsheldener Bürger nach vorne zu bringen.

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